Du verstehst Englisch ziemlich gut. Du verstehst deine E-Mails, schaust Filme und Serien, hörst Podcasts und arbeitest dich immer mal wieder durch englische Fachtexte. Aber sobald du selbst sprechen sollst, wird alles anders. Die Wörter sind zwar da, aber irgendwie nicht schnell genug. Im Kopf klingt ein Satz klar und logisch. Ausgesprochen kommt er holprig heraus und hört sich Denglisch an. Und plötzlich fühlst du dich nicht mehr kompetent, sondern unsicher so wie früher in der Schule.
Besonders im Beruf kann das frustrierend sein. Du hast Erfahrung, Expertise und eine klare Meinung. Aber auf Englisch hältst du dich zurück, obwohl du eigentlich etwas zu sagen hättest.
Genau hier kann ein English Book Club viel verändern. Nicht, weil Bücher magisch Grammatik- oder Ausspracheprobleme lösen würden. Sondern weil ein gutes Gespräch über ein Buch dich genau dahin bringt, wo viele beim Englischlernen zu selten hinkommen: ins aktive Sprechen.
Warum Englisch verstehen nicht dasselbe ist wie Englisch sprechen
Viele Menschen, die zu mir ins Englisch-Coaching kommen, sagen: „Ich verstehe eigentlich viel. Aber wenn ich selbst sprechen soll, bin ich unsicher.“
Das heißt nicht, dass dein Englisch schlecht ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass dein passives Englisch auf einem anderen Niveau ist als dein aktives. Schwierige Wörter erkennst du, Zusammenhänge verstehst du und komplexen Gedankengängen folgst du. Aber deinen Gedanken selbst formulieren, spontan reagieren, vielleicht sogar jemandem widersprechen? Das ist etwas ganz anderes.
Und genau diese Fähigkeiten kannst du trainieren, wenn du über ein Buch sprichst.
Wie du in einem English Book Club Englisch sprechen übst
In meinem English Book Club gehen die Gespräche immer über den reinen Inhalt eines Buches hinaus.
Ja, vielleicht fasst du ein Kapitel oder eine Szene kurz zusammen. Ja, vielleicht beschreibst du deinen Lieblingscharakter im Detail. Aber vor allem erklärst du, warum, wieso, weshalb dich eine Szene berührt, irritiert oder überrascht hat. Du redest über das, was du gelernt hast, das was bleibt, das, was du die Autorin fragen würdest.
Und natürlich hörst du, was andere sagen. Du stimmst zu. Oder auch nicht und du widersprichst, höflich und vorsichtig. Du reagierst spontan auf das, was andere sagen. Du denkst deine Gedanken weiter und suchst und findest immer wieder die richtigen Worte.
Das alles ist gar nicht so einfach! Genau diese sprachliche Spontanität und Flexibilität fehlen vielen, die lange nicht regelmäßig Englisch gesprochen haben.
Ein Abend mit Debra Curtis: Wenn aus Lesen ein echtes Gespräch wird



Bei unserem letzten Book Club hatten meine Hey Booklovers Podcast-Partnerin Kati Dörrler und ich Debra Curtis zu Gast, die Autorin von Laws of Love and Logic.
Wir sprachen über Lily und Jane, die beiden Schwestern im Zentrum des Romans. Über Familie, Liebe und Tod, Vergebung, schwierige Entscheidungen und die Frage, was zwischen den Zeilen mitschwingt.
Besonders spannend war, was Debra uns über die Entstehung des Buches, den Schreib- und Veröffentlichungsprozess erzählte. Spannend war aber auch, dass wir uns im Gespräch irgendwann vom Inhalt des Buches wegbewegt haben und über Katholizismus, Feminismus, Reisen, Unterschiede zwischen Deutschland und den USA und neue Projekte unterhalten haben
Dabei suchten wir alle immer wieder nach den richtigen Worten für unsere Gedanken, versuchten unsere Fragen verständlich zu formulieren, reagierten nicht nur auf Debras Antworten, sondern auch auf die Redebeiträge der anderen Teilnehmerinnen.
Und genau das ist gutes und effektives Sprachtraining! Denn wie auch im echten Leben sprechen wir selten über klar definierte Themen mit perfekt formulierten englischen Sätzen. Wir sprechen über Unsicherheit, Ängste, Zwischentöne, Menschen, Entscheidungen, Situationen, die oft komplex und kompliziert sind.
Englisch sprechen üben ohne Perfektionsdruck
Wenn du dein Englisch auffrischen willst, ist dies der wichtigste erste Schritt:
Say good-bye to perfection and be willing to make mistakes.
Natürlich sind Wortschatz, Grammatik und Aussprache wichtig. Aber Selbstvertrauen entsteht nicht dadurch, dass du wartest, bis alles perfekt ist. Dann ist die Gelegenheit zum einem Guten Gespräch vielleicht schon vorbei. Selbstvertrauen entsteht, wenn du folgendes erlebst:
Ich kann mich auf Englisch ausdrücken.
Ich kann reagieren.
Ich verstehe.
Andere verstehen mich.
In meinem English Book Club muss niemand literarische Analysen abliefern. Niemand muss klingen wie ein Native Speaker und niemand wird mitten im Satz korrigiert. Bei mir darfst du nach Wörtern suchen, stocken, neu anfangen, Wörter nachschlagen, um Hilfe bitten. Denn genau dadurch wird dein Englisch besser und flüssiger und du wirst sicherer.
Warum Frauen ab 40 besonders von einem Sprechtraining profitieren
Viele Frauen, mit denen ich arbeite, haben jahrelange berufliche Erfahrung, fachliche Expertise, können sich sehr gut ausdrücken und souverän präsentieren. Auf Deutsch sind sie präsent und können sie selbst sein.
Aber auf Englisch fühlen sie sich um Jahre zurückversetzt. In die Schulzeit. In Prüfungssituationen. In dieses blöde, längst vergessene Gefühl: „Ich kann das nicht.“ Oder: „Die anderen können das besser.“ Oder: „Ich klinge nicht professionell genug.“ Oder: „Ich verstehe alles, aber ich traue mich nicht, was beizutragen.“ Oder: „Ich kann das „th“ nicht aussprechen.“
Oder es passiert etwas, das erstmal gar nicht auffällt: Im internationalen Meeting meldest du dich selten. Du lässt lieber den Kollegen sprechen, der „besser Englisch kann“. Du schreibst lieber eine E-Mail, obwohl ein kurzes Gespräch schneller wäre. Du sagst dir: „Geht schon irgendwie.“ Und danach verdrängst du schnell wieder, wie unwohl du dich eigentlich gefühlt hast. Es gibt so viele Frauen, die nicht wirklich zufrieden mit ihrem Englisch sind und sich daran gewöhnt haben, der Situation irgendwie aus dem Weg zu gehen.
Das alles (und noch so viel mehr) habe ich in den letzten Jahren von meinen Klientinnen gehört. Das Gute ist: so muss es nicht sein! Wenn Menschen regelmäßig in einem sicheren Rahmen, über Themen, die sie wirklich interessieren, Englisch sprechen, gewinnen sie schnell Sicherheit und Selbstvertrauen.
Und dafür kann ein Buch ein wunderbarer Einstieg sein.
Was ein English Book Club mit Business English zu tun hat
Auf den ersten Blick wirken ein English Book Club und Business English wie zwei verschiedene Welten. Für mich passen sie aber perfekt zusammen:
Wer über Bücher spricht, übt seine Gedanken ohne Skript oder Notizen zu formulieren.
Wer eine Figur oder ein Thema beschreibt, übt Präzision.
Wer eine Meinung formuliert, übt Haltung.
Wer anderen zuhört und spontan reagiert, übt echte Kommunikation.
Genau das alles brauchst du auch im Beruf!
Wenn du in einem internationalen Meeting nicht nur zuhören, sondern dich einbringen möchtest. Wenn du deine Expertise auf Englisch zeigen willst, ohne dich zu verstellen. Wenn du mit Kund*innen, Kolleg*innen oder Geschäftspartner*innen sprichst ohne nach jedem Satz innerlich an dir zu zweifeln.
Business English Coaching bedeutet für mich nicht, dass du möglichst viele Business-Phrasen auswendig lernst. Für mich bedeutet das, dass du auch auf Englisch wirklich DU sein kannst.
Hilft ein English Book Club wirklich beim Englischlernen?
Ja, aber nur wenn du nicht nur liest, sondern auch mit anderen darüber sprichst. Lesen erweitert deinen Wortschatz, stärkt deine Ausdrucksweise und dein Verständnis für komplexe Zusammenhänge. Aber erst das Gespräch danach macht Sprache aktiv verfügbar. Im Gespräch übst du, Gedanken zu strukturieren. Du reagierst spontan. Du wirst sicherer. Und du merkst: Englisch ist kein Schulfach, indem du getestet wirst. Englisch ist ein Mittel, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Um Neues zu lernen. Um über den eigenen Tellerrand zu schauen. Und um die eigene Welt ein Stück größer zu machen.
Häufige Fragen zum Englischsprechen üben
Muss mein Englisch sehr gut sein, um teilzunehmen?
Nein, sehr gut nicht, aber so gut, dass du Bücher auf Englisch liest. Du musst nicht perfekt sprechen und auch nicht jedes Wort im Buch verstanden haben. Wichtig ist, dass du Lust hast, dich auf ein englisches Gespräch einzulassen.
Hilft Lesen allein beim Englischsprechen?
Lesen hilft sehr beim Verständnis und beim Wortschatz. Aber Sprechen lernst du nur durch Sprechen. Lesen reicht also nicht.
Ist ein English Book Club auch für Business English sinnvoll?
Ja. Du übst genau die Fähigkeiten, die du im Beruf brauchst: Gedanken ordnen, deine Meinung ausdrücken, nachfragen, flexibel reagieren und dich auf Englisch zeigen.
Was ist besser: 1:1-Coaching oder Gruppen-Coaching?
Das hängt von deinem Ziel ab. Im 1:1-Coaching arbeiten wir gezielt an deinen beruflichen Situationen, zum Beispiel Workshops, Meetings, Präsentationen oder Bewerbungsgesprächen. Im Gruppen-Coaching profitierst du vom Austausch und von echten Gesprächen mit den anderen Teilnehmer*innen.
Mein Fazit: Die letzte Seite eines Buches ist oft erst der Anfang
Weißt du was? Für mich endet ein Buch nicht unbedingt auf der letzten Seite. Manchmal beginnt genau dort das beste Gespräch. Und manchmal ist genau dieses Gespräch der Moment, in dem deinem Englisch wieder Leben eingehaucht wird. Ohne Druck und Perfektion. Mit Neugier, interessanten und relevanten Themen und Menschen, die dir zuhören und selbst etwas zu sagen haben.
Wenn du dein Englisch auffrischen möchtest und vor allem beim Sprechen noch zögerlich unterwegs bist, begleite ich dich gerne dabei, sicherer und selbstbewusster zu kommunizieren.
Im 1:1-Englisch-Coaching, im Gruppen-Coaching, im Firmenformat oder im English Book Club. Online in Deutschland und Europa. Oder persönlich in Burghausen und Umgebung.
Der beste Anfang dafür ist kein Lehrbuch oder ein fester Themenplan.
Der beste Anfang dafür ist ein echtes Gespräch.
Wenn du herausfinden möchtest, welches Format zu dir passt, schreib mir gerne eine Nachricht. Dann schauen wir gemeinsam, ob 1:1-Coaching, Gruppen-Coaching oder der English Book Club der richtige nächste Schritt für dich ist.
I’m looking forward to hearing from you 😊




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